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Der Corsa-e – ein unauffälliger Elektrokleinwagen mit Pluspunkten


Der Corsa-e ist die batteriebetriebene Version des konventionell angetriebenen Corsa. Die Außenoptik wirkt modern und elegant - aber nicht wie häufig typisch für Elektroautos futuristisch und extravagant. Es gibt keinen Unterschied zur Optik des Corsa mit Verbrennungsmotor, da beide auf der gleichen Plattform gebaut werden. Das Fahrwerk ist angenehm abgestimmt.

Der Corsa-e – ein unauffälliger Elektrokleinwagen mit Pluspunkten

Der Corsa-e hat eine Batteriekapazität von 50 kWh und verspricht eine Normreichweite von 359 Kilometer. Für einen Kleinwagen anständige Werte. Opel gibt den Verbrauch mit 16,1 kWh/100 km an. Diese Werte sind unter optimalen Bedingungen im Stadtverkehr durchaus zu erreichen. Daher ist der Corsa-e für Pendler eine sehr interessante Option.

Durch die Auswahl von drei möglichen Fahrmodi gibt es die Möglichkeit die Reichweite entsprechend anzupassen – je nachdem ob Eco, Normal oder Sport gewählt wird. Im Sportmodus stehen 136 PS zur Verfügung, im Eco-Modus nur noch 82 PS. Mit 109 PS ist man im Normal-Modus dabei, diese reichen im Alltag vollkommen aus. Der Ladestand lässt sich über die myOpel-App abfragen. Das Navigationssystem zeigt die Ladesäulen zwar an, plant sie aber nicht in der Route mit ein. Für längere Strecken ungünstig, so muss der Ladestand und die nächste Ladesäule ab einem gewissen Ladestand stets im Blick behalten werden.

Der Corsa-e – ein unauffälliger Elektrokleinwagen mit Pluspunkten

An einer 100 kW-Schnelladesäule bekommt man die Batterie nach ca. 30 min zu 80% gefüllt. Da kann der Corsa-e noch nicht annähernd mit dem Tesla Model 3, Audi e-tron oder Porsche Taycan mithalten. Durchaus aber mit dem Renault Zoe, dem VW ID.3 oder dem e-Golf, diese Fahrzeuge laden an Schnelladestationen im Vergleich länger.

Aufpreispflichtig ist der On-Board-Charger des Corsa-e mit 11 kW (serienmäßig ab der Ausstattungslinie Edition dabei). Serienmäßig ist ein On-Board-Charger mit 7,4 kW dabei. Für das Laden zuhause reicht dieser je nach Ansprüchen aus. Das Vollladen beträgt mit 7,4 kW hier ca. sieben Stunden.

Seine maximale Geschwindigkeit beträgt 150 km/h. In 8,1 Sekunden schafft er es aus dem Stand auf 100 km/h. Windgeräusche fallen kaum auf, der guten Dämmung sei Dank.

Der Corsa-e besitzt zwei Displays, je 10 Zoll und 7 Zoll groß. Die Bedienung des Systems ist simpel, intuitiv und alltagstauglich. Optisch ist er auch innen klassisch und schlicht gehalten. Auf knapp etwas über vier Metern Länge sitzen Fahrer und Beifahrer bequem, die Mitfahrer auf der Rückbank müssen Abstriche machen. Kaum Beinfreiheit und größer als 1,75 Meter sollte man im Fond nicht sein, um angenehm reisen zu können.

Der Corsa-e – ein unauffälliger Elektrokleinwagen mit Pluspunkten

Im Kofferraum weist er ein Volumen von 267 Litern vor. Nicht üppig – dies ist dem Verbau des Akkus geschuldet. Auch das Ladekabel muss hier Platz finden – es gibt kein Fach zur Aufbewahrung. Serienmäßig enthalten sind Klimaautomatik, Radio mit Farbdisplay, Smartphone-Integration, Spurhalte-Assistent, Frontkollisionswarner, Verkehrszeichenerkennung und Toter-Winkelwarner, sowie Voll-LED-Licht. Eine Wärmepumpe gibt es ebenso. Gegen Aufpreis gibt es die 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera.

Den Corsa-e gibt es in der Grundausstattung ab 30.400 Euro (ohne Elektroprämienanteil des Käufers).

Die Modelle im Überblick:

Fazit: Ein gelungenes Stadtauto mit akzeptabler Reichweite und Komfort für gelegentliche Ausflüge und sehr guter Sicherheitsausstattung. Für Langstrecken auf der Autobahn ist er eher weniger geeignet – da muss noch an der Reichweite nachgebessert werden.
VG-Wort