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Was kostet die Installation einer Ladestation?


Bevor ich meine Wallbox habe installieren lassen, habe ich nach genau der gleichen Frage gesucht und als Antwort stand eigentlich überall „Das kommt drauf“ bzw. „von… bis“. Und nach den Erfahrungen die ich selbst gemacht habe, kann ich dem nur zustimmen. Es gibt einfach zu viele Faktoren die man mit Bedenken muss, daher beschreibe ich euch in diesem Artikel wie bei mir die Vorraussetzungen waren und was ich am Ende bezahlt habe.

Bei der Wallbox habe ich mich für die von Tesla entschieden, da diese zum Zeitpunkt des Kaufs am günstigen war, ich das Design ganz nett fand und sie sowohl mit 11 kW, als auch mit 22 kW betrieben werden kann. Der aktuelle Preis liegt hier bei 530,00 EUR, Sie kann allerdings nur von Tesla Besitzern gekauft werden. Die Wallbox habe ich dort wo sie hin sollte selbst montiert, den Rest hat eine Fachfirma gemacht. Dabei habe ich mir einen Elektriker gesucht der explizit auch die Installation von Wallboxen bewirbt, dass ich hier ganz richtig lag habe ich gemerkt, als ich immer mehr anfragen bekommen habe von wem ich habe das machen lassen, denn viele Leute berichten davon, dass sie keinen Elektroinstallateur finden, der sich auf dem Gebiet gut auskennt.

Als nächstes musste ich mich dann entscheiden ob ich die Wallbox mit 11 kW oder 22 kW anschließen lassen möchte. Ich dachte mir, wenn schon denn schon, wurde dann von dem Elektriker aber gleich ausgebremst. Nachdem ich ihm ein paar Bilder von meinem Hausanschluss geschickt habe war klar, dass der Anschluss mit 22 kW einen größeren Umbau an meinem Hausanschluss zur Folge haben würde. Der Preis, ohne weiter auf meine Vorraussetzungen einzugehen, sollte damit bei 2000 EUR starten. Dazu kam noch, dass man sich eine 22 kW-Ladestation beim Stromanbieter genehmigen lassen muss, wohingegen eine 11 kW-Ladestation lediglich angezeigt werden muss. Aufgrund des hohen Preises und der benötigten Genehmigung habe ich mich dann gegen einen 22kW-Anschluss entschieden.

Die baulichen Gegebenheiten sahen bei mir so aus, dass der Hausanschluss im Keller ist und ein Kabel vom Hausanschluss durch die Wand, unter der Erde zu einem ca. 5m entfernten Gartenhaus geführt werden musste. Das Kabel sollte dabei natürlich ordentlich verlegt und am Ende an der von mir bereits angebrachten Wallbox angeschlossen werden. Dies habe ich dem Elektriker dann mitgeteilt und um ein Angebot gebeten in dem er mir das komplett anbietet optional mit einem Kabel das ich später auch für einen 22 kW-Anschluss nutzen könnte.

Das Angebot lag dann bei 750,00 EUR inkl. MwSt mit einem Kabel das für 11kW ausgelegt ist (5x4mm²) und 815,00 EUR inkl. MwSt mit einem Kabel das für 22 kW ausgelegt wäre (5x6mm²). Bei dem nicht all zu hohen Aufpreis habe ich mich für das größere Kabel entschieden um für die Zukunft flexibler zu sein.

Am Ende lautete die Rechnung inklusive aller arbeiten über 824,10 EUR. Zuzüglich zu der Tesla-Ladestation habe ich somit 1354,10 EUR für einen eigenen 11kW-Ladeanschluss bezahlt. Allerdings gab es bereits damals eine Förderung vom Land Schleswig-Holstein in höhe von 665,00 EUR, so dass meine eigentlich kosten sogar nur bei 689,10 EUR lagen. Mittlerweile wird eine Ladestation von der KfW mit 900,00 EUR gefördert, sofern Wallbox + Installation über 900,00 EUR liegen.

Ich hoffe, dass ich mit hiermit für den ein oder anderen einen kleinen Hinweis geben konnte, wo die Kosten am Ende liegen werde. Schreibt mir sonst gern eine Beschreibung eurer Einbausituation mit den Kosten in die Kommentare, so können andere ebenfalls von euren Erfahrungen profitieren.